Moderne Batteriespeichersysteme sind weit mehr als ein einzelner Anwendungsfall. Sie senken Kosten, generieren Erlöse, sichern die Energieversorgung, koordinieren Energieanlagen und verbinden all dies intelligent über die Zeit.
Ob Sie sich auf eine Anwendung konzentrieren oder mehrere Use Cases gleichzeitig erschließen – Ihr Batteriespeicher wird zu einem aktiven, wertschöpfenden Bestandteil Ihrer Energiestrategie. Entscheidend ist dabei nicht nur, was das System kann, sondern wie intelligent es entscheidet, wann es etwas tut.
Batteriespeicher als Marktassets – Monetarisierung von Flexibilität über Energiehandel und Netzdienstleistungen.
Senkung von Energiekosten und Stabilisierung des Betriebs durch intelligente Batteriesteuerung.
Sichere Energieversorgung durch netzunabhängige und hybride Energiesysteme.
Koordinierte Steuerung von Erzeugern, Verbrauchern und Ladeinfrastruktur in einem Gesamtsystem.
Intelligente Orchestrierung mehrerer Use Cases zur optimalen Wertschöpfung über die Zeit.
Derzeit wird bidirektionales Laden mobiler Batterien nicht unterstützt.
Ja, PV-Anlage und Speicher können an einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt betrieben werden.
Ein Batteriespeicher kann Ladepunkte mit zusätzlicher Leistung versorgen und dadurch Lastspitzen vermeiden oder sogar Limitierungen im Netzstrombezug auffangen. Das ist besonders interessant bei Schnellladeinfrastruktur oder Standorten mit begrenzter Netzanschlussleistung. Außerdem kann der Speicher Energie aus der PV-Anlage zwischenspeichern und später für Ladevorgänge bereitstellen oder Lasten zeitlich verschieben, um die Belastung des Stromnetzes zu reduzieren. Sehe Ladesäulesteuerung
In Regionen mit begrenzten Netzkapazitäten können Netzanschlusserweiterungen mehrere Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen. Ein Batteriespeicher kann dazu beitragen, vorhandene Netzanschlüsse effizienter zu nutzen und Projekte schneller umzusetzen. In welchem Umfang sich dadurch Netzanschlusserweiterungen vermeiden oder reduzieren lassen, hängt von den technischen Rahmenbedingungen sowie den Anforderungen des jeweiligen Netzbetreibers ab.
Ein Batteriespeicher kann je nach den individuellen Bedürfnissen des Nutzers Stromkosten senken, indem er Lastspitzen reduziert , PV-Strom zwischenspeichert, mit einemdynamischen Stromtarif den Netzbezug in günstigere Zeitfenster verlagert und flexible Energieflüsse ermöglicht. In Kombination mit einem Energiemanagementsystem kann der Speicher hierfür gezielt nach Verbrauch, Strompreis, PV-Erzeugung und Netzsituation gesteuert werden.
Peak Shaving, auf Deutsch Lastspitzenkappung oder Spitzenlastkappung, bedeutet: Ein Batteriespeicher stellt Energie bereit, wenn der Stromverbrauch eines Unternehmens kurzfristig besonders hoch ist. Dadurch kann die maximale Netzbezugsleistung reduziert werden. Das ist relevant, weil bei vielen Gewerbe- und Industriekunden der Strompreis nicht nur nach der verbrauchten Energie, sondern auch nach der Höhe der Leistungsspitzen berechnet wird.
Das hängt vom individuellen Lastgang, dem Leistungspreis, der Häufigkeit der Lastspitzen und der Speichergröße ab. Besonders interessant ist Peak Shaving für Unternehmen mit kurzen, hohen Verbrauchsspitzen, zum Beispiel durch Maschinen, Kühlung, Produktion oder Ladeinfrastruktur. Eine seriöse Einschätzung ist nur auf Basis realer Messdaten möglich.
Ein Energiemanagementsystem überwacht und steuert Energieflüsse im Unternehmen. Hierfür verbindet es Erzeuger, Verbraucher, Batteriespeicher, Ladepunkte und Netzanschluss. Das Ziel ist es, je nach individuellen Bedürfnissen und Einstellungen des Nutzers, Energie möglichst effizient einzusetzen, Lastspitzen zu vermeiden, Eigenverbrauch zu erhöhen und flexible Stromtarife oder Vermarktungsoptionen besser zu nutzen.
Der Batteriespeicher speichert elektrische Energie. Das Energiemanagementsystem (EMS) entscheidet, wann der Speicher lädt, entlädt oder in Reserve bleibt. Ohne ein Energiemanagementsystem ist der Speicher nur leblose Technik; mit EMS kann der Speicher gezielt für Eigenverbrauch, Peak Shaving, dynamische Tarife, Prognosen oder weitere Anwendungen genutzt werden.
Ein Batteriespeicher nimmt überschüssigen Solarstrom auf, wenn die PV-Anlage mehr Strom erzeugt, als gerade verbraucht wird. Später kann dieser Strom genutzt werden, etwa abends, nachts oder bei Lastspitzen . Dadurch sinkt der Netzbezug und mehr selbst erzeugter Strom bleibt im Unternehmen.
Notstrom bezeichnet oft die Versorgung einzelner wichtiger Verbraucher im Falle eines Netzausfall. Ersatzstrom beschreibt meist eine breitere Versorgung definierter Stromkreise oder Verbraucher bei Netzausfall. Eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) überbrückt Stromausfälle ohne merkbare Unterbrechung und wird häufig für kritische IT- oder Steuerungssysteme eingesetzt. Ein Batteriespeicher ist nicht automatisch eine USV.
Ja, aber nur wenn das Gesamtsystem für Ersatzstrom ausgelegt ist. Entscheidend sind Wechselrichter, Umschalteinrichtung, Netztrennung, Steuerung und Systemkonfiguration. Ein Speicher allein stellt noch keine Ersatzstromfunktion bereit.
Dynamische Stromtarife orientieren sich an den aktuellen Börsenstrompreisen und deren realen Strompreis-Schwankungen. Unternehmen können Energie bevorzugt dann beziehen oder speichern, wenn die Preise niedrig sind, und so ihre Energiekosten optimieren.
Prognosebasiertes Laden ist eine KI-gestützte Funktion im TESVOLT Energy Manager , die Wetter-, Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen nutzt, um die Beladung des Speichers aus der PV und die Netzeinspeisung vorausschauend zu steuern. Das Ziel ist es, den Speicher zu beladen, wenn eine PV-Abregelung zur Netzeinspeisung wahrscheinlich ist und so die Erträge für die Netzeinspeisung zu maximieren.
Ein EMS kann Wetterdaten nutzen, um die erwartete PV-Erzeugung vorherzusagen. Dadurch lässt sich die Lade- und Entladestrategie des Speichers frühzeitig anpassen und der Eigenverbrauch optimieren. Sehe Prognosebasiertes Laden
Multi-Use bedeutet, dass ein Batteriespeicher mehrere Anwendungen situationsgesteuert gleichzeitig unterstützt. So beispielsweise Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenkappung, Nulleinspeisung und Ersatzstrom. Eine intelligente Priorisierung sorgt dafür, dass die Anwendungen optimal zusammenspielen.